neuigkeiten-fitness-news-fit-n-joy-greifswald-Jeder-Gang-macht-schlank-–-aber-nicht-gesund

Aus der Art, wie wir gehen, ziehen andere Menschen Schlüsse. Männer fasziniert der Cat-Walk-Stil bei Frauen. Er stimuliert ihren Eroberungstrieb. Psychologen ersehen aus der Gangart unsere Charakterzüge. Wer zum Beispiel mit nach vorn geneigtem Oberkörper durchs Leben stürmt, gilt als intelligent, zielstrebig und produktiv. Wer mit gesenktem Blick und angelegten Armen daher kommt, sei introvertiert und unsicher – glauben Seelenforscher. Mediziner dagegen können aus dem Gang den Hang zu bestimmten Krankheiten erkennen. Wir sollten also darauf achten, wie wir gehen.

Der Fersengang gilt als die erlernte Art des Gehens, da sie uns als Kind von der Umwelt vorgelebt und von Ärzten, Trainern und Physiotherapeuten für die beste Gangart gehalten wird. Aber ist der Fersengang wirklich so gesund?

Mediziner beobachten schon seit vielen Jahren, dass der Fersengang nicht nur unnatürlich ist, sondern regelrecht krank macht. Das Abrollen von der Ferse bis zum großen Zeh kann Beschwerden aller Art begünstigen, wie z. B. Rückenbeschwerden. Wir marschieren wie ein Soldat durch unser Leben. Daher sollten wir den Ballengang genauer betrachten und diesem mehr Aufmerksamkeit schenken.

Mit dem Ballengang ist das Aufsetzen über den Vorfuß gemeint, wobei der Fuß zuerst über den kleinen Zeh, dann über die Innenseite und zum Schluss mit der Ferse aufsetzt. Durch die Federung der elastischen Elemente des Fußgewölbes sollen Gelenke und Knochen weniger belastet werden. Denn auch wenn wir meist im Fersengang durch den Alltag hetzen, so gibt es doch gewisse Situationen, in denen jeder den Ballengang nutzt, wie etwa beim Tanzen oder beim Barfußgehen.

Stellt sich nun die Frage: „Was ist richtiges Gehen?“

Je bequemer sich das Gehen anfühlt, umso besser ist es. Man spricht von einem Einklang mit der Schwerkraft. Probieren Sie also bewusst beide Gangarten und fühlen Sie in sich hinein. Gesundes und elegantes Gehen lässt sich erlernen und trainieren. Dabei wird vor allem die Muskulatur gekräftigt und gedehnt.

Wichtigste Barfuß-Übungen:
– Aufrecht stehen, Fersen anheben, Körpergewicht lastet auf Vorfuß und Zehen, nach kurzem Halten die Fersen wieder absenken. 20 mal wiederholen. Dabei Bauch anspannen.

– Stehen auf einem Balance Pad oder labilem Untergrund. Einen Fuß anheben und 20 Sekunden Gleichgewicht halten, dann Fuß wechseln.

– Aufrecht stehen auf einem Balance Pad oder anderem labilen Untergrund. Beine hüftbreit öffnen, Arme nach vorn ausstrecken, Knie beugen. Rücken gerade halten, Körpergewicht auf den Fersen. Drei mal 20 Wiederholungen.

– Aufrecht stehend einen großen Ausfallschritt nach hinten machen, Fußspitzen zeigen nach vorn. Vorderes Knie bis auf Höhe des Sprunggelenks beugen. Hintere Ferse fest in den Boden drücken.

Für einen sicheren und ansehnlichen Gang ist neben einer kräftigen Wadenmuskulatur ein intaktes Fußgewölbe wichtig. Deshalb sollten Sie diese Übungen dreimal wöchentlich absolvieren. Und auch beim Gehen gilt: Bauch rein, Brust raus. Und Frauen verleiht ein leichter Hüftschwung einen feminin anmutigen Gang.