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Denys Bogdanov / shutterstock.com

Fast jeder hat es schon einmal getan und für einige ist es nächtliche Routine: Einschlafen vor dem Fernseher. Viele haben sogar einen Fernseher im Schlafzimmer, der als allabendliche Einschlafhilfe dient. Doch wer schlank bleiben will, sollte alle Bildschirme aus dem Schlafzimmer verbannen.

Schlaf und Gesundheit

Wer dauerhaft zu wenig und schlecht schläft, riskiert zahlreiche gesundheitliche Probleme. Einfach gesagt: Schlafmangel macht uns dumm, krank und dick. Das Gehirn benötigt Schlaf, um Platz für neue Informationen zu schaffen. Es räumt im Schlaf sozusagen auf. Kann es das nicht, fällt es uns schwer, Neues zu lernen und Informationen zu verarbeiten. Wenn wir ab und an schlecht oder wenig schlafen, ist das noch kein Problem. Langfristiger Schlafmangel kann jedoch bleibende Schäden am Gehirn hinterlassen und zu einem Abbau der Hirnmasse führen. Das ist nicht die einzige gesundheitliche Auswirkung, die Schlafmangel auf uns hat: er erhöht auch das Risiko für Depressionen und Bluthochdruck, schwächt das Immunsystem und macht dick.

Sind wir tagsüber müde, weil wir zu wenig oder schlecht geschlafen haben, bewegen wir uns weniger – unser Energieverbrauch ist also geringer. Gleichzeitig setzt jedoch das Phänomen des sogenannten Müdigkeitsappetits ein, der uns Heißhunger auf Fettiges, Süßes und generell mehr Lust auf Essen macht. Gibt man diesem Heißhunger nach, obwohl man ja weniger Kalorien durch Bewegung verbraucht, macht sich das natürlich auf der Waage bemerkbar. Vielleicht nicht beim ersten Mal, aber nach ein paar Tagen Schlafmangel definitiv.

Guter Schlaf braucht Dunkelheit

Doch was stört unseren Schlaf eigentlich – außer der schnarchende Partner nebenan? Neben Lärm ist vor allem Licht ein Störfaktor, der uns nicht richtig zur Ruhe kommen lässt. Und das mit gravierenden Auswirkungen auf unser Gewicht, wie eine aktuelle Studie zeigt: Schlafen bei künstlichem Licht steigert das Risiko, übergewichtig oder fettleibig zu werden um 19 Prozent. Das gilt sowohl für die Straßenlampe, die durchs Fenster scheint als auch für das Nachtlicht, das in der Wohnung brennt, oder den flimmernden Fernseher.

Befindet sich die Lichtquelle im selben Raum, erhöht sich das Risiko für eine Gewichtszunahme von mindestens fünf Kilogramm um 17 Prozent. Das Risiko für Übergewicht steigt um 22 Prozent und das Risiko für Adipositas (Fettleibigkeit) erhöht sich sogar um 33 Prozent. Also um ein saftiges Drittel! Vor allem Frauen sind davon betroffen. Allgemein gilt laut der Studie: je mehr Licht, desto höher die Gewichtszunahme. Wer nachts mehr Licht ausgesetzt ist, hat ein ungleichmäßigeres Schlafmuster, schläft weniger, wacht nachts häufiger auf und braucht länger, um einzuschlafen.

Bildschirme raus
Vor allem das Licht von Bildschirmen wie Smartphones, TV-Geräten oder Computern wirkt sich laut der Studie negativ auf die Schlafqualität aus. Das kurzwellige blaue Licht, das Bildschirme ausstrahlen, hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin stärker als anderes Kunstlicht, und bringt so den Schlaf-wach-Rhythmus durcheinander. Und während die Produktion unseres Schlafhormons gedrosselt wird, werden dafür umso mehr Stresshormone ausgeschüttet. Wenn wir zu viele Stresshormone im Körper haben, beeinflussen sie unseren Stoffwechsel negativ und begünstigen so eine Gewichtszunahme.
Deshalb: Fernseher und Computer raus aus dem Schlafzimmer, Rollladen runter, oder die Fenster anderweitig durch Lichteinfall von außen abschirmen. Denn im Dunkeln ist nicht nur gut munkeln – es schläft sich auch besser bei Dunkelheit. Ihre Figur wird es Ihnen danken.

Morgens ist Licht gut

Gutes für die Figur können Sie auch gleich am Morgen nach dem Aufstehen tun. Denn während Licht in der Nacht stört und dick macht, hat es am Morgen die gegenteilige Wirkung. Dann macht es uns wach, bringt den Stoffwechsel und die Kalorienverbrennung in Schwung. Dasselbe gilt für frische Luft. Daher am besten gleich am Morgen das Fenster aufmachen, Tageslicht und Sauerstoff tanken, oder zumindest ein paar Meter an der frischen Luft gehen, wenn Sie das Haus verlassen. Schon 20 bis 30 Minuten natürliches Licht pro Tag wirken sich positiv auf das Gewicht und den Body-Mass-Index (BMI) aus.

Bettenmachen für die Figur

Dieser Tipp klingt zunächst seltsam, doch auch das morgendliche Bettenmachen hilft beim Abnehmen bzw. Gewichthalten. Die amerikanische Sleep Foundation hat in einer Studie nachgewiesen, dass Menschen, die nach dem Aufstehen ihr Bett machen, besser schlafen als andere. Und guter Schlaf schützt vor zusätzlichen Pfunden. Außerdem: Wer jeden Tag diszipliniert sein Bett macht, ist auch bei anderen Dingen disziplinierter. Sprich: „Bettenmachern“ fällt es leichter, sich zu zügeln und sich an Ernährungs- und Trainingspläne zu halten. Überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund schon im Bett – indem Sie es jeden Tag ordentlich richten.

Schlankmacher im Glas

Für einen guten Start in den Tag sorgt ein großes Glas warmes Wasser, das auf nüchternen Magen getrunken wird. Es rehydriert den Körper und regt die Produktion neuer Zellen an, ist also der schnelle Frische- und Anti-Aging-Kick von innen. Außerdem kurbelt warmes Wasser das Verdauungssystem an und bringt den Stoffwechsel in Schwung.

Die schlankmachende Wirkung dieses morgendlichen Drinks kann durch Ingwer und Zitrone noch verstärkt werden. Das Vitamin C aus der Zitrone hilft, Fett aus den Fettzellen zu lösen und steuert zusammen mit anderen Vitalstoffen die Fettverbrennung in den Muskeln. Ingwer regt den Stoffwechsel an, fördert die Verdauung und wirkt appetitregulierend. Da Ingwer auch den Kreislauf in Schwung bringt, schwören einige sogar auf warmes Ingwer-Zitronen-Wasser als Alternative zu Kaffee. Aber man muss es ja nicht gleich übertreiben. Erst ein warmes Wasser mit Ingwer und Zitrone trinken, danach darf dann ruhig noch der gewohnte Kaffee sein.

Frühstücken

Neben Getränken sollte auch etwas Festes auf den Frühstückstisch kommen, denn wer frühstückt, bleibt schlanker. Das hat zuletzt eine Studie der berühmten Mayo Clinic gezeigt, für die ein Jahr lang das Frühstücksverhalten und die Gewichtszunahme der Teilnehmer untersucht wurden. Diejenigen, die regelmäßig frühstückten, nahmen im Schnitt nur ein Kilo zu. Jene Teilnehmer, die selten oder nie frühstückten, nahmen hingegen zwei bis fünf Kilo über das Jahr zu.